Judith Samen: come closer                

10. März bis zum 20. April 2019

Am Sonntag, den 10. März um 11.30 Uhr wird die zweite Ausstellung des Niederrheinischen Kunstvereins in diesem Jahr im Städtischen Musem Wesel eröffnet. Unter dem Titel "come closer" zeigt die Düsseldorfer Künstlerin Judith Samen neue Arbeiten in der Galerie im Centrum.

 Dr. Stephan Mann, Direktor des Museums in Goch, übernimmt die Einführung.

 Judith Samen, die eine Professur für Fotografie an der Kunsthochschule Mainz inne hat, präsentiert in Wesel neben großformatigen inszenierten Fotografien erstmalig auch kleinere Formate, die dem Ausstellungstitel gemäß zum Herantreten und Näherkommen einladen.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Mensch. Der Betrachter, die Betrachterin sind nun aufgefordert, dasjenige, was sie sehen, zu befragen. Wird in diesen Bildern Wirklichkeit gespiegelt oder eine eigene Wirklichkeit erzeugt? Oder entsteht die vermeintliche Wirklichkeit nur im Betrachtenden selber.

Wir sehen einen kleinen Jungen sitzend mit Maiglöckchen in der Hand, mit Würsten neben sich auf dem Hocker oder stehend eine große Aubergine haltend. Wir sehen Frauen mit großen Broten vor dem Körper oder mit einer Linzer Torte. Lebensmittel und Pflanzen sind die stillen Begleiter des Menschen und verweisen auf zentrale Bezüglichkeiten desselben. Eines ist gewiss, die Bilder von Judith Samen faszinieren, irritieren und regen zur Auseinandersetzung an. Gespräche und Begegnungen in der Ausstellung sind ausdrücklich erwünscht, lädt doch ein großer runder Tisch mit einem Durchmesser von ca. 6 Metern ein, sich zu versammeln und auszutauschen. (Die Nutzung soll bei der Künstlerin per Mail an judithsamen@gmx.de angefragt werden.)

Zudem findet am 11. April um 17.00 Uhr nicht nur die Präsentation des Ausstellungskataloges statt, sondern auch ein Gespräch mit Judith Samen.

Fotos von der Eröffnung am 10. März 2019.

 


Zur Erinnerung an unsere letzte Ausstellung das Video vom Aufbau der Skulptur "Schiff" von Freddie Michael Soethout. Am 31. Mai hatte der Künstler seine Skulptur aus Stahlrohren und Glasplatten im Willibrordi-Dom für die Ausstellung STROMLAND installiert.