Ehemalige Ausstellungen, Tagesfahrten und Kunstreisen bis 2014

2014

Haus Eich

Jour fixe - EAT ART

Fotos: Jörg Happel

So, 18.07.2010

Autobahn A40

Still-Leben Ruhrschnellweg - eine 60 Kilometer lange Tafel der Kulturen

Am Sonntag, 18. Juli 2010, feiern Bürger und Besucher der Metropole Ruhr ein einmaliges Fest der Alltagskulturen; und das mitten auf der Hauptverkehrsader der Region, der A40/B1. Für die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 entsteht auf einer Strecke von fast 60 Kilometern aus 20.000 Tischen eine Begegnungsstätte der Kulturen, Generationen und Nationen - die längste Tafel der Welt.

Von 11 Uhr bis 17 Uhr wird die gesamte Strecke an diesem Tag in beide Richtungen gesperrt und für Besucher freigegeben. In Fahrtrichtung Duisburg wird die längste Tafel der Welt zur Bühne kultureller Vielfalt der Metropole Ruhr. Auf der Fahrbahn von den Ausfahrten Dortmund, Märkische Straße bis Duisburg-Häfen wird der rund 60 Kilometer lange Tisch aufgebaut. Auf der Gegenrichtung von Duisburg nach Dortmund können alle Interessierten die einmalige Chance nutzen, mit allem was Räder, aber keinen Motor hat, die Autobahn zu befahren.

Die Gruppen, die sich an den Tischen niederlassen, waren aufgefordert, die etwa 60 Kilometer lange Tafel der Kulturen mit eigenen Programmbeiträgen mitzugestalten: Ob Kunst, Gesang, Tanz, Musik, Kabarett, Theater, Lesungen oder auch einfach nur typisches Essen - alle Facetten der Alltagskultur sind an den Tischen zu finden.

Der Niederrheinische Kunstverein hat für seine Mitglieder drei Tische reserviert, gestaltet die Tafel der Kulturen mit und wird so ein Teil der Kulturhauptstadt 2010.

Wir werden den „grünen Niederrhein“ an die Tafel der Kulturen bringen!

Weitere Infos

Fotos: Jörg Happel

28.5. - 4.7.2010

Ladenlokal Doelenstraße 4 / City Wesel

Eva Olthof - REPEATING THE ARCHIVE

Kuratorenausstellung SMA:X in Kooperation mit Schloss Ringenberg und der Schill-Kaserne Wesel

Die multimedialen Arbeiten der niederländischen Künstlerin Eva Olthof (*1983) bewegen sich im Spannungsfeld von Geschichte und (individueller) Erinnerung, ausgehend von vorgefundenen Bilden, als Anlass ihrer Spurensuche und Material künstlerischer Auseinandersetzung.

Repeating the archive betitelt eine Installation, die ihren Ausgangspunkt im "Traditionsraum" der Schill-Kaserne Wesel nimmt. Der nicht öffentliche Raum auf dem NATO Militärstützpunkt wird von den Veteranen des Raketenartilleriebataillons 150 betrieben und beherbergt neben Clubmobiliar ein liebevoll zusammengetragenes, nahezu heimatmuseales Archiv.

Zwischen 1965 und 1989 war das Bataillon verantwortlich für nuklear bestückte Raketen auf mobilen Abschussvorrichtungen, stationiert von den US Amerikanern in Wesel. Während die Amerikaner die Hoheit über Lagerung und Einsatzbefehl hatten, war das Bataillon für Wartung und Verbringung der Raketen zum Einsatzort sowie für den dort erfolgenden Abschuss zuständig. Rückblickend bestand die Hauptaufgabe des Bataillons in der Bereitschaft und Simulation des Verteidigungsfalls, als Reaktion auf einen nuklearen Angriff aus dem Osten – ein permanent real-hypothetisches Szenario während der Periode des 'Kalten Krieges'. Dieser Zeit gedenken die Veteranen im Traditionsraum mittels Dokumenten und Objekten aus über 20 Jahren, in denen sie mit verantwortlich waren für den freiheitlichen Schutz des Westens.

Ein Archiv stellt beides bereit: Geschichte und Kontext. Zugleich bietet es der Erinnerung Raum. Mehr noch ist der "Traditionsraum" des 150. Bataillons auch eine Art Schatzkammer, zur feierlichen Verwahrung der Artefakte einer vergangenen 'Solidargemeinschaft', die ohne dezidierte Wertungen oder erkennbare Hierarchisierungen konserviert werden. So stehen etwa Fotografien von Manövern neben Sportpokalen und Modelllandschaften mit Miniaturschauplätzen erhalten die gleiche Aufmerksamkeit wie vergilbte Zeitungsberichte.

Die Vereinheitlichung der Fülle dokumentarischer und anekdotischer Details lässt den "Traditionsraum" als ein geschlossenes Monument aufscheinen, in dem sich lokale wie persönliche Erzählungen der Erinnerung an die Zeit des "Kalten Krieges" manifestieren. Er bietet ein gleichsam intimes Bild, generiert aus dem individuellen Zugriff auf ein integrales Geschichtsphänomen internationaler Tragweite, das Eva Olthof in Repeating the archive aus der relativen Abgeschlossenheit der Kaserne in ein leerstehendes Ladenlokal an der Weseler Fußgängerzone verbringt und damit an die alltägliche Gegenwart der Stadt Wesel zurück bindet - nicht ohne die Aktualität einer solchen Geschichts-Konserve formal wie inhaltlich zur Diskussion zu stellen.

Fotos: Jörg Happel

19. März 2006

Städtisches Museum - Galerie im Centrum

25 Jahre NKV - Finisage

Fotos: Jörg Happel

2004

Kunst und Kirche

Auch die Ausstellungen des Niederrheinischen Kunstvereins in Kirchen geschahen nicht nur aus der Verlegenheit, immer noch keine eigenen Ausstellungsräume zu besitzen, sondern geschah auch aus dem Grund, weil sich hier der Dialog zwischen moderner Kunst und einem nicht durch den Besuch von regelmäßigen Museumsausstellungen vorbelasteten Publikum ereignen kann, also eine sehr ähnliche Situation wie es der Kunst im öffentlichen Raum oft ergeht. Aber es kommt eine weitere Überlegung hinzu. Nach unserer Überzeugung eignet jeder künstlerischen Äußerung eine religiöse Dimension – auch in der Ablehnung und Verneinung. Oft wird diese erst in dem ungewohnten Ausstellungsraum sichtbar. Es wurde bei den Ausstellungen Wert darauf gelegt, dass die Ausstellungen mit in das Gemeindeleben oder in bestimmte Aktionen wie die Kulturnacht in Wesel integriert wurden, also in keiner Weise nur Dekoration darstellten.

Umgekehrt wurde auch deutlich, dass z.B. eine religiöse Gestalt wie der Prophet Elia in der Kultur- und Geistesgeschichte des Abendlandes durchaus auch seine allgemeine Bedeutung hat – das Prophetische will Anstoß geben, zum Nachdenken anregen und traditionelles Verhalten in Frage stellen und hinterfragen.

Das erlebten wir in den Bildern des Flensburger Künstlers Uwe Appold, dessen Elia-Zyklus wir in der Christuskirche in Dinslaken ausstellten und mit einem Katalog begleiteten und einer Edition ergänzten. In Wesel bot zunächst die Weseler Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in ihrer Krypta drei Kunstwerken, die wir dem Symposion „Unter der Erde“ verdanken, ein Zuhause. Hier war einmal die kosmische Weite, die paradoxerweise ein Gang in die Tiefe der unterirdischen Gemäuer zur Holzskulptur von Klaus Simon eröffnete. Und dann vor allem der gekreuzigte Vogel von Johannes Brus. Er bezog die Tierwelt mit in die Erlösung durch das Kreuz Christi ein – der Künstler nimmt hier prophetisch eine Diskussion vorweg, die erst viel später in der allgemeinen Öffentlichkeit geführt wurde.

Einen besonders wichtigen Akzent setzte dann Ben Willikens mit seinem „Weseler Altar“, der an mittelalterliche Kunstformen anknüpft, aber dann doch die religiöse Dimension allgemein menschlicher Grunderfahrungen sichtbar macht: Die Bahre, die Krankheit und Tod assoziieren lässt, Bausteine und herunterhängende Elektroleitungen, die an eine Baustelle erinnern und den Durchgangscharakter eines jeden Augenblicks erkennen macht und schließlich das Licht, das Klarheit und Durchblick schafft und Kraft gibt, den lebensfeindlichen Kräften zu widerstehen.

Katharina Veldhues und Gottfried Schumacher haben sich dann 2003 auf der Außenhaut des Willibrordi-Domes angenommen und das Motiv des Weges, also der Pilgerschaft aufgenommen und damit ebenso die Notwendigkeit aufgezeigt, um eines großen Zieles willen einen dornenreichen steinigen Weg auf sich zu nehmen – um zur Oase zu kommen: nach Palmyra. Eine symbolträchtige Diaprojektion während der Weseler Kulturnacht. Wieder im Dom waren dann ein halbes Jahr (2004) später Franz Gutmann’s „Mann + Frau + Menora“ zu sehen – hier wurde die Erschaffung von Mann und Frau von der jüdischen Liturgie her beleuchtet – der Künstler bringt also die Gotteserfahrung und den Herrschaftsauftrag an den Menschen zusammen. Von der Gottesebenbildlichkeit der Menschen her ist dieser Auftrag „Machet euch die Erde untertan“ zu verstehen und mit anderen Worten, so wie sich Gott diesem Volk gegenüber gezeigt hat als einer, der das gering geachtete Völkchen am Rande der Weltgeschichte zu seinem Volk macht ebenso sollte die „Herrschaft“ über die Erde gestaltet werden: als Parteinahme für die Schwachen, Bedrohten. Welch ein aktuelles Plädoyer für das Eintreten für in ihrem Fortbestand gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Es war für den Kunstverein eine sehr positive Erfahrung, dass sich viele Menschen nach den Gottesdiensten, die immer wieder Bezug auf diese Botschaft nahmen, ansprechen ließen. Dieses Projekt geschah im übrigen in Verbindung mit den Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinden und dem Christlich-Jüdischen Freundeskreis. Ein Jahr später, im Jahr 2005, war dann die Israelin Zipora Rafaelov im Weseler Dom zu Gast mit ihrer Skulptur „Licht vom Osten“. Ein weißer, ca. 2,50 m hoher Quader in Weiß, in dem an unzählig vielen Fäden Symbole aus unserem Alltag hängen: ein Schuh, eine Schere, ein Weinglas, ein Spielzeugauto, eine Pfeife, das erinnert daran, dass sich im Spätmittelalter auch das Leben der Stadt vor und in der Kirche abspielte. so wird der Alltag wieder in den Kirchenraum zurückgeholt und vom Licht beschienen. Die einfallende Sonne ist dabei Symbol für die geistliche Erleuchtung durch das Wort. Eben das verbindet Judentum und Christentum. Und die Synagoge ist wie die Kirche nach Osten ausgerichtet, in Richtung auf die Auferstehung, die Verwandlung, das neue Leben. So entdeckten wir viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Religionen durch die Kunst. Kleinere Objekte von Zipora Rafaelov waren gleichzeitig im Kulturzentrum in Boxmeer (NL) zu sehen. So war dieses Projekt nicht nur interreligiös, sondern auch international.

Text aus: Niederrheinischer Kunstverein 1981-2006

1998

Das Projekt Rheingold - Skulpturen im öffentlichen Raum am Niederrhein

Sechs Künstler gestalteten eine Skulptur für einen bestimmten Ort:
Rheingold oder Macht Geld Sinn?

Eigentlich keine Frage, Geld macht natür­lich Sinn. Teilt man den Slogan in seine einzelnen Begriffe auf, macht auch das Frage­zeichen wieder ganz entschieden Sinn. Der Kulturraum Niederrhein e.V. stellt sein dies­jähriges Kulturfestival im Herbst unter dieses Motto, um die kritischen Geister des Kultur­betriebes zu einer geistigen Auseinander­setzung zu bringen, um so eine lebendige Debatte zu ewig aktuellen Themen zu entzün­den. Im Rahmen dieses Festivals, das als „Niederrheinischer Herbst" schon zu einem festen Begriff geworden ist, ist nun auch zum ersten Mal dieses kleine Skulpturenprojekt im öffentlichen Raum verwirklicht worden. Unter der Regie des Niederrheinischen Kunstvereins in Wesel sind die hier vorgestellten Werke von sechs zeitgenössischen Künstlern an ihren jeweiligen Standorten zusammengekommen, um dem urdeutschen Mythos vom Rheingold zu begegnen und ihn zu hinterfragen.

Dabei sind die Schauplätze mit Bedacht ausgewählt worden, weil sie einerseits als bemerkenswerte Kulturleistungen der Vergangenheit gelten und schon ohne die Verbindung zur zeitgenössischen Kunst eine Attraktion darstellen. Andererseits ist es gerade dieses Gegenüber von Tradition und Gegenwart, von gesichertem Kulturgut und experimenteller Moderne, das reizvolle, über­raschende und vielleicht auch neue Aspekte in unserem Verhältnis und Verständnis zur Kultur offenbart.

Mit dieser ersten kleinen konzertierten Aktion für Gegenwartskunst im öffentlichen Raum am Niederrhein soll natürlich auch auf die reichhaltigen Kontexte verwiesen sein, in die gerade auch die zeitgenössische Kunst in dieser Kulturlandschaft gebettet ist. Nur zu wenig scheint im Bewußtsein verankert, daß die Krefelder Kunstmuseen langfristig an einem dezidiert progressivem Konzept für Kunst im öffentlichen Raum (mit Richard Deacon, Claes Oldenburg, Katharina Fritsch, Franz West) arbeiten, in Duisburg eine Brun­nenmeile von Gegenwartskünstlern (Nikki deSaint Phalle, Thomas Virnich) realisiert wurde, in Knechtsteden eine wichtige Skulptur von Ulrich Rückriem installiert ist und Mönchen­gladbach ein bedeutendes Werk von Heinz Mack öffentlich zugänglich ist. Diese künstle­rische Präsenz ist Referenz und zugleich Herausforderung für die Zukunft, denn Ziel soll es sein, mit diesem ersten Schritt für eine Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegen­wart weitere folgen zu lassen.

Dieses Pilotprojekt soll dazu beitragen, die Kulturlandschaft des Niederrheins ins Bewußtsein zu bringen und neugierig auf die vorhandenen und noch kommenden kultu­rellen Attraktionen zu machen. Es bildet den Auftakt für eine im Jahre 2002 im Rahmen der Euregio geplante Ausstellung mit Skulp­turen im öffentlichen Raum, die dann mit einem umfassenderen Programm aufwarten wird und auch in Kooperation mit den Nieder­landen verwirklicht werden soll.

Die Werke waren bis zum 15. November '98 installiert
Emmerich: Thomas Virnich - "Vogelhäuschen"
Xanten: C. Wilmsen-Wigmann - Steinreihung Via Regis - Goslar-Xanten/Nowgorod-Brügge
Wesel: Heinrich Brummack „Tor der Hoffnung: Salve“
Weeze: Peter Könitz - "Für Rheingold"
Moers: Petra Ellert - Elsa von Brabant
Krefeld: Victoria Bell - "Maske"

Der Kölner Künstler Heinrich Brummack errichtet seine Skulptur an der historischen Stätte eines Stadttores der ehemaligen preußischen Garnisonsstadt Wesel. Diesem Denkmal der Macht setzt Brummack einen künstlerischen Entwurf entgegen, der die Zeichen der Macht ironisch umkehrt. Wie auf den Sockel gehoben thront die Figur einer Heuschrecke auf einem goldenen Ast. Dieses eigentlich ohnmächtige Insekt gilt hier als bedenkenswürdiges Geschöpf von brüchiger Existenz, das dem Künstler als erinnerungswürdiger erscheint als die verblichene staatliche Autorität.

Text aus: Niederrheinischer Kunstverein 1981-2006

Bild: Heinrich Brummack „Tor der Hoffnung: Salve“

1990

Das Projekt "Unter der Erde" - Ergebnisse eines Symposiums 750 Jahre Wesel

Der Beitrag des Niederrheinischen Kunstvereins zum Stadtjubiläum – 750 Jahre Gründung der Stadt Wesel – war ein Künstlersymposion „Unter der Erde“, mit den 8 Künstlern Victoria Bell, Johannes Brus, Georg Dietzler, Edgar Gutbub, Heinz Kleine-Klopries, Gisela Kleinlein, Inge Mahn und Klaus Simon. Durch die Zerstörung Wesels im 2.Weltkrieg – über 90 % der Bausubstanz des alten Wesel lag in Trümmern – war Entscheidendes aus der Geschichte nicht mehr sichtbar, sondern unter der Erde verborgen. So z.B. die Grundmauern des historischen Rathauses, die einer modernen Tiefgarage weichen mussten bzw. überbaut wurden. In dem einwöchigen Symposion wurden wichtige versteckte historische Orte aufgesucht und durch sachkundige Führer erläutert, u.a. die Stadtarchivarin Dr. Jutta Prieur-Pohl und Andreas Hemstege: z.B. der jüdische Friedhof, die Zitadelle, die Krypta unter den Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, die alten Gemäuer unter der Friedenskirche zu den Heiligen Engeln und die Ausgrabungen unter dem Willibrordi-Dom. Das Ergebnis waren ein halbes Jahr später 8 Objektentwürfe für den öffentlichen Raum in Wesel fest, die einer von einem Katalog begleiteten Ausstellung der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Mit Hilfe der Stadt Wesel, dem Land NRW bzw. der NRW-Stiftung, dem Kunstfond und der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt gelang es, insgesamt 5 der 8 Entwürfe zu realisieren, wobei sich vor allem an den beiden über der Erde realisierten Objekte „Vesalia Hospitalis“ von der amerikanischen Künstlerin Victoria Bell und an der Skulptur aus Edelstahl von Edgar Gutbub die Kritik entzündete, die z.T. bis in unsere Tage fortdauert. Da half auch eine öffentliche Expertenrunde mit den Professoren Schneckenburger und Deecke sowie Hans van der Grinten wenig. So steht auch die Skulptur von Edgar Gutbub immer noch lediglich an einem provisorischen Standort, und nicht, wie vom Künstler geplant, im großen Torbogen der Zitadelle. Und die beiden Entwürfe von Inge Mahn und Gisela Kleinlein, die ein Gegenbild zu dem kriegerischen Preußen entwarfen, harren noch der Verwirklichung. Auf dem Platz vor dem Preußen-Museum wären die umgekehrt in den Boden gesteckten Kanonenrohre (Entwurf von Inge Mahn) eine unübersehbare Mahnung für den Frieden und der spielerische Umgang mit Kanonenkugeln (Entwurf von Gisela Kleinlein) auch eine faszinierende Alternative zur Geschichte mit ihren fatalen Folgen.

1990 - Unter der Erde
Victoria Bell
Johannes Brus
Georg Dietzler
Edgar Gutbub
Gisela Kleinlein
Heinz Kleine-Klopries
Inge Mahn
Klaus Simon

Text aus: Niederrheinischer Kunstverein 1981-2006

Die bisherigen mehrtägigen Kunstreisen führten uns:

  • 1987 - Dokumenta Kassel
  • 1992 - Schweiz
  • 1993 - Tübingen - Schleswig Holstein - Schweiz
  • 1995 - Den Haag - Dresden/Prag
  • 1996 - Tübingen - von Ratzeburg bis Rügen - Kopenhagen
  • 1997 - Berlin - Wien/Budapest - Lübeck
  • 1998 - Stockholm - Elsass
  • 1999 - CotedÀzur - Barcelona und Bilbao - Indien und Nepal
  • 2000 - Weimar - Marokko - Leipzig - London
  • 2001 - Prag - Madrid - Emden - Florenz und Rom
  • 2002 - Brügge - Normandie - Bodensee - Berlin - Republik Südafrika - Bremen
  • 2003 - Prag - Wien - Venedig - New York
  • 2004 - Lille - Berlin - St. Petersburg - Genua
  • 2005 - Leipzig - Andalusien - USA - Baden-Baden - Basel/Bern/Stuttgart
  • 2006 - Dresden - Mailand - Berlin
  • 2007 - Moma Berlin - Tunesien
  • 2008 - München - Sizilien
  • 2009 - Straßburg - Syrien (ausgefallen)- Brüssel
  • 2010 - Ulm - Istanbul
  • 2011 - Regensburg - Tallinn - Berlin
  • 2012 - Augsburg - Portugal - Lübeck